Medienkompetenz neu lernen

Journalismuskrise?

Diskutiert wird ja intensiv – aktuell zum Beispiel hier vom geschätzten Christoph Kappes auf Carta – wie der Journalismus den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen kann.  Vor dem Hintergrund der #Brexit-Debatten allerorten möchte ich eine These formulieren: Wir müssen als Gesellschaft den Umgang mit Medien neu lernen. Das gilt für die Politik, die Wirtschaft, die Staatsbürger, ja, die Medien als Institutionen mit ihren Managern und Journalisten gleichermaßen. Weiterlesen →

06. Juli 2016 von Thomas
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Mit Unbestimmtheit Meinung machen

Zeit-Online vom 16.01.2016 zum Thema „Junge, aber wenig qualifizierte Flüchtlinge“:

„(…) In den vergangenen Monaten kamen zudem Hunderttausende Flüchtlinge ins Land. Hunderttausende vor allem junge Männer, die in den kommenden Jahren auf den deutschen Arbeitsmarkt drängen werden – und deren berufliche Ausbildung in der Regel unklar ist. (…)“

Ein beliebiger Satz, quasi als Zufallsziehung gegoogelt, aus den Beiträgen in deutschen Medien gestern. Er soll stellvertretend für den Gebrauch von unbestimmten Zahlwörtern stehen, mit denen – absichtlich oder unbewusst – Meinung gemacht wird. Er ist auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Weiterlesen →

17. Januar 2016 von Thomas
Kategorien: Allgemein, Qualitätsjournalismus | 1 Kommentar

Wiederbelebung

Es ist an der Zeit wieder mehr drauf zu schauen auf das, was in und mit den Medien(-marken) passiert. Viele Veränderungen technologischer, kultureller und sozio-ökonomischer Art im letzten Jahr haben in der Medienwelt neue Dynamiken entfacht und Energien freigesetzt – Gutes und Neues. Zu vieles davon blieb von mir unkommentiert (ich könnte die üblichen, verdächtigen Gründe anführen: Zeit, Raum usw., ich lasse es).

Gilt „das Neue ist nicht gut und das Gute ist nicht neu“ oder doch eher ein umgekehrtes „das Neue ist gut, und das Gute ist neu“. Sind zum Beispiel Big-Data-Technologien gut? Ja, für Medienhäuser und ihre Vermarkter. Nein, für den einzelnen Menschen. Und für die Gesellschaft, wenn primär die Informationen und Inhalte verbreitet werden, die den Algorithmen genügen? Was ist der Mensch, wenn er zunehmend der Mathematisierung der Medien unterliegt? Welche Codes beherrschen die mathematisch-statistische Analysen? Werden kulturelle Codes mathematisiert? Kommt nach der Mediengesellschaft die mathematisierte Gesellschaft?

In kommenden Posts werde ich mich mit den Kant’schen Fragen der aktuellen Medienwelt beschäftigten: Was kann ich wissen?, Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Und: Was ist der Mensch? Zum Diskurs hier oder auf den üblichen sozio-digitalen Märkten lade ich herzlich ein.

 

15. Januar 2016 von Thomas
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